Let´s play ball – West & East krönen ihre Champions

Die Conference Finals stehen endlich an. Die Top-Seeds Golden State Warriors und Milwaukee Bucks haben sich bis zu diesem Punkt durchgesetzt. Werden Sie auch die Finals-Teilnahme sicherstellen können? Oder wird es doch eine Art Upset geben und sich mit Portland und Toronto einer der Lower-Seeds durchsetzen? Schauen wir uns die Kontrahenten, ihren Weg bis hier und das anstehende Matchup an!

Golden State Warriors vs. Portland Trail Blazers

Die Warrios haben sich also zum 5. Mal in Folge für die Finalspiele des Westens qualifziert. Auf dem Weg dahin eliminierten sie ein tapferes Clippers-Team und in der folgenden Serie die Housten Rockets mit jeweils 4:2. Für viele erschien der Ausgang der Serie gegen die Clippers von Beginn an relativ klar. Dennoch überraschten die Clipps mit zwei Siegen, welche durch viel Leidenschaft, Kampf und viel Lou Williams erspielt wurden.

In dem Duell gegen die Rockets sahen viele inklusive mir das vorweg genommene Finale des Westens bereits in den Conference Semifinals. Es waren definitiv packende Duelle die sich die beiden Teams lieferten. Am Ende lies Housten aber doch einiges liegen und konnte die engen Spiele in der Bay Area nicht für sich entscheiden. Auch von der Verletzung von Kevin Durant konnten sie nicht profitieren und verloren sogar beide Spiele in welchen Durant (teilweise) ausfiel. Dass die Rockets in den letzten beiden Spielen daraus kein Kapital schlagen konnten, lag neben ihnen selbst definitiv an den Splash-Brothers. Thompson schaffte es endlich in Spiel 5 & 6 eine gute offensive Performance auf die Platte zu bringen. Aber insbesondere der Chefkoch persönlich legte den Grundstein. Dabei wirkte sein Auftritt im 4. Viertel des 6. Spiels wie ein signature Playoff-Game für mich. Einer sehr schweren ersten Halbzeit (er blieb ohne Punkte) zauberte er 33 Punkte (23 im 4. Viertel) entgegen. Eine beeindruckende Vorstellung die Housten letzten Endes nicht mehr kontern konnte.

Eine ähnliche Vorstellung wird Curry jetzt auch in den Western Finals auflegen müssen. Durant wird erstmal noch weiter ausfallen, Boogies Rückkehr ist ebenfalls noch offen und Thompson scheint in diesen Playoffs noch ein wenig nach seiner Konstanz zu suchen. Green ist unheimlich wichtig für die Warrios und spielt bis zu diesem Punkt hervorragende Playoffs offensiv wie defensiv. Ein Scorer wird er aber auch nicht mehr, genau wie Iguodala. Von daher muss Curry hier liefern.

Der Gegner ist mit den Portland Trail Blazers an dieser Stelle doch eine Überraschung für mich. Verdient haben sie sich ihren Platz aber definitiv. Günstiges Seeding hin oder her, man muss erstmal an diesen Punkt kommen und die Blazers haben dies geschafft!

In der ersten Runde bin ich selber noch dem Irrglauben erliegen, dass OKC die Serie trotz des niedrigeren Seeds relativ problemlos für sich entscheiden wird. Zu sehr wirkte die Erinnerung der letztjährigen Playoffs noch bei mir nach, in welchen Portland gesweept wurde und die Pelicans mit ihnen den Boden aufwischten. Ich erwartete zwar kein Sweep gegen Oklahoma, dennoch eine klare Kiste. Im Vergleich zum letzten Jahr hatte sich in meinen Augen auch nicht viel geändert. Es sind größtenteils die selben Spieler und es wurde nur etwas an der Rotation gearbeitet. Zwar spielte Nurkic eine bessere Saison, nur fällt er verletzt den Rest der Saison aus. Alles schien für ein erneut frühes Aus in den Playoffs bereit.

Aber es geschah das genaue Gegenteil und man besiegte die Thunder mit 4:1 relativ deutlich. Dabei wird für immer ein Spiel bzw. ein Moment in Erinnerung bleiben. Die Blazers lagen in Spiel 5 bereits weit zurück, dennoch kämpften sie sich wieder heran und glichen kurz vor Schluss aus. Im Gegenzug hatte OKC in Form von Westbrook die Chance wieder in Führung zu gehen. Ein sehr schwieriger Korbleger über die Arme von Aminu fiel aber nicht und es blieben noch knapp 17 Sekunden. Dame übernahm den Ball, dribbelte bis 3 Sekunden mit Paul George vor sich die Uhr runter um anschließend einen vollkommen wilden & weiten Dreier nach vorherigen Side-Step los zu lassen – SWISH!!! Nothin but net and series won. Eine aberwitzige Aktion die kaum cooler hätte sein können.

Wieso hab ich auch Westbrook in den Playoffs vertraut …

Als nächstes warteten die Nuggets, welche sich erfolgreich durch eine 7 Spiele andauernde Serie mit den Spurs gekämpft hatten. Wieder ging es über 7 Spiele. Diese Serie kann man ohne Frage als eine Art Reifeprüfung betrachten, welche erfolgreich bestanden wurde.

Zweimal sah man sich der Elimination gegenüber, da die Blazers nach Spiel 5 bereits 3:2 zurücklagen. Aber sie behielten kühlen Kopf und setzte sich am Ende dennoch durch. Dabei entschieden sie ein Spiel 7 auf feindlichen Terrain für sich. Etwas was nur wenigen Mannschaften vor ihnen gelang. 133 mal wurde ein Spiel 7 in den NBA-Playoffs ausgetragen und nur 28 mal (21%) ging das Auswärtsteam als Sieger vom Platz. Und dann gab es ja noch dieses vollkommen verrückte Spiel 3, wo es insgesamt 4 mal !!!!! Overtime gab. Etwas was es noch nie gab in den Playoffs.

Neben Damian Lillard war es vor allem CJ McCollum, welcher in den letzten beiden Spielen entscheidend ablieferte. Er brachte so die benötigte Entlastung für Dame mit und war in Game 7 in der Crunch Time für die Blazers der wichtigste Mann. Neben dem Backcourt fehlt es aber definitiv an konstanten Scoring Optionen. Ein Problem welches sich gegen die Warrios vergrößern könnte.

Die Serie wird meiner Meinung nach in der Defensive der beiden Teams entschieden. In den letzten Jahren schaffte es Portland immer mal wieder die Warriors in der Regular Season zu ärgern. Dies geschah aber meistens bei Spielen wo munter drauf los gepunktet wurde. Hier kann an einem guten Abend Portland definitiv mithalten, vor allem sollte KD noch länger ausfallen. Aber über die ganze Serie sehe ich das nicht. Dafür ist die defensive Qualität bei Golden State was die die individuellen Verteidiger angeht einfach zu hoch. McCollum und Dame können von Thompson, Iguodala und in den jeweiligen Situationen sogar von Green gut bis sehr gut verteidigt werden. Nur wer macht das auf der anderen Seite mit Curry, Thompson und ggf. KD? Aminu ist zwar ein fähiger Verteidiger, aber nicht in der Lage Curry oder Durant dauerhaft am scoren zu hindern. Dame und CJ sehe ich hier ebenfalls nicht alls gute Lösungen an.

Die individuellen Matchups auf den großen Positionen sehe ich auch als kritisch für die Blazers. Green kann auf Seiten der Warrios alles und jeden verteidigen. Und auch Durant ist ein sehr guter Verteidiger auf Forward Ebene. Nur wird das überhaupt nötig sein? Kanter, Aminu und Harkless sind alle alles andere als verlässliche offensiv Optionen. Und das ist ein großes Problem für die Blazers, da sie sich die Frage gefallen lassen müssen wo konstant die Punkte herkommen sollen. Insbesondere wenn man einer solch guten individuellen Defensive gegenüber steht. Die Pace wird im Gegensatz zu der Denver Serie eine ganz Andere sein und hier muss Portland vor allem aufpassen das die Warrios nicht früh regelmäßig davon laufen. Das insbesondere Kanter eine Belastung in der Defensive sein kann, macht das Leben der Blazers auf der anderen Seite des Balles auch nicht unbedingt leichter.

Das beide Teams insbesondere über ihren Backcourt Offense spielen und dabei jede Menge Punkte erzielen können ist gemeinhin bekannt. Die Frage wird sein, wer kann hier wen mehr am Punkten hindern. Und dabei sehe ich eindeutig Golden State vorne. Curry spielte bisher relativ wacklige Playoffs, schien aber im entscheidenden Moment da zu sein. Auf ihn wird es ankommen, vor allem wenn KD noch länger ausfallen sollte. Zwar ist die auch die Tiefe der Warrios nicht berauschend, dennoch sehe ich aufgrund der Qualität insgesamt hier dann doch auch die Warriors vorne. Dame hat bereits bewiesen wozu er fähig sein kann und ich erwarte definitiv einige große Spiele von ihm. Aber am Ende fehlt ihm die Unterstützung. EIn CJ McCollum reicht hier leider nicht aus. Die Verletzung von Kevin Durant ist zwar eine Wild Card, aber ich denke auch ohne ihn sollten die Warriors diese Serie für sich entscheiden können.

Mein Tipp: 4:1 für die Warriors.

Milwaukee Bucks vs. Toronto Raptors

Die Bucks machten in dieser Saison den erhofften Schritt von einem guten Team hinzu einem echten Contender. Mit der Verpflichtung von Coach Bud holten Sie dafür insbesondere für die Seitenlinie ein echtes Upgrade. Die Strategie Giannis mit einer Menge Shooting um ihn herum zu versorgen ging in der regulären Saison als auch in den Playoffs bis zu diesen Punkt sehr gut auf. Mit Toronto wartet jetzt aber der härteste Test auf die Bucks. Mit Khawi haben die Raptors ohne Frage einen der besten Spieler der NBA in ihren Reihen und eine solche Herausforderung hatten die Bucks im Verlauf der diesjährigen Playoffs bisher nicht vor der Brust.

In der ersten Runde der Playoffs sweepten die Mannen aus Milwaukee die Detroit Pistons mit 4:0 und erledigten ihre Hausaufgaben gewissenhaft. Detroit fand nie eine Antwort auf den Greek Freak und musste zusätzlich noch einen angeschlagenen Blake Griffin verkraften. Somit war es am Ende nicht nur auf dem Papier eine klare Angelegenheit und die Bucks zogen mehr als souverän in die nächste Playoffrunde ein. Hier warteten die Boston Celtics, welche sich ebenfalls durch einen Sweep in der ersten Runde gegen die Indiana Pacers für die Conference Semifinals qualifiziert hatten.

Für einige Beobachter schienen die Kelten genau zur richtigen Zeit ihre Form gefunden zu haben. Insbesondere zu Beginn der Saison galten sie ja auch als einer der Favoriten im Osten. Ich persönlich traute dem Braten nicht so ganz. Zwar gewann man deutlich und letztlich auch souverän gegen die Pacers. Aber die Spiele waren zum Teil enger als man im Nachhinein sieht. Und das gegen ein Team, welches auf seinen besten Spieler in Form von Victor Oladipo verzichten musste. Die Bucks schienen mir hier ein anderes Kaliber zu sein und am Ende kam es ja auch so.

Spiel 1 klauten die Celtics noch überraschend aus Milwaukee nur um anschließend vier Spiele in Folge abzugeben. Der Grund liegt auf der Hand. Im ersten Spiel verstand es Boston Giannis nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, die Zone wurde dicht gemacht und zahlreiche Doppelteams erschwerten dem Griechen das Leben. Seine Kickout-Pässe zu offenen Mitspielern führten in diesem Spiel ebenfalls zu selten zu Korberfolgen und so konnte Boston früh eine Überraschung in dieser Serie erreichen. Aber im Laufe der nächsten Spiele gelang es Giannis immer mehr zu dominieren. Er traf viele richtige Entscheidungen, die Rollenspieler um ihn herum lieferten solide bis gute Leistungen ab (z.B. George Hill) und auch Khris Middleton spielte eine souveräne Serie. Somit konnte Milwaukee auch eine eher schwächere Performance von Eric Bledsoe gut verkaften, was den Celtics wiederum mit einem schwächelnden Kyrie nicht gelang.

Das Giannis der entscheidende Spieler der Bucks ist, sollte soweit jedem klar sein. Mit welch augenscheinlicher Leichtigkeit er trotz seiner Größe regelmäßig in die Zone zieht, ist beeindruckend. Immer wieder schlägt er dabei Doubleteams, schließt mit viel Kontakt ab und zieht Freiwürfe. Dazu trifft er viele gute Entscheidungen und findet regelmäßig seine offenen Mitspieler. Giannis ist von keinem Team komplett ausschaltbar. Entscheidend wird sein, wieviel Hilfe er bekommt. Spieler wie Bledsoe und Middleton sind valide Optionen, auch wenn man den Ball nicht zu oft in Bledsoes Händen sehen will. Wie tief die Bucks in ihre Rotation gehen können und regelmäßig Punkte finden können, wird der entscheidende Faktor sein, wollen sie sich gegen die Raptors durchsetzen.

Die Vertreter aus dem hohen Norden haben einen etwas längeren und vor allem beschwerlicheren Weg in die Conference Finals hinter sich. In der ersten Runde spielten die Raptors gegen das junge und (vielleicht?) aufstrebende Team aus Orlando. Dabei musste man gleich zu Beginn der Serie einen kleinen Schock verdauen. Die Magic klauten gleich Spiel eins aus Toronto in Form eines Gamewinners von DJ Augustin. Dennoch ließ sich der Nummer 2 Seed des Ostens nicht beirren und holte in den darauffolgenden Spielen relativ ungefährdete Siege. Die Serie entschieden sie mit 4:1 für sich.

In den Conference Semifinals kam es dann schon zu einem ersten echten Gigantenduell – es warteten die 76ers um Embiid und Co.. Insgesamt 7 Spiele bekämpften sich beide Teams. Am Ende standen die Vertreter aus Kanada als Sieger da, was sie insbesondere einem wieder mal famosen Khawi Leonard zu verdanken hatten. Dieser war über die gesamte Serie gesehen der Spieler, welcher auf beiden Seiten des Feldes den größten Einfluss hatte. Und insbesondere im Hinblick auf den finalen Ausgang des Duells war er es, der diesen bestimmte.

Mit seinem letzten Wurf in Game 7 über die ausgestreckten Arme Joel Embiids hinweg traf er den Ring insgesamt 4 mal, bis der Ball sich entschied rein zu gehen und somit das Spiel beim Stand von 90:92 und die Serie zu beenden. Ein Buzzerbeater für die Ewigkeit. So etwas gab es noch nie in der NBA, das eine Playoffrunde in Spiel 7 mit dem letzten Wurf mit dem Ablaufen der Uhr entschieden wurde. Und selbst der sonst so kühle Khawi konnte dieses Mal nicht an sich halten. Ein höchst emotionaler Moment – für beide Teams. Playoffs Baby!

Trotz des unfassbar großen Talents, welches Philly auf dem Papier zur Verfügung hatte, konnten sie dieses nicht regelmäßig aufs Parkett bringen. Embiid wirkte oft etwas angeschlagen und konnte nur in Spiel 3 an beiden Enden des Courts dominieren. Defensiv war er zumeist eine Bank und spielte teilweise überragend. Hier muss man nur auf sein Plus/Minus-Rating schauen, was trotz teilweise fehlender Offense stark im plus lag. Aber gerade offensiv wirkte es oft etwas gehemmt, was der Mann aus Kamerun fabrizierte. In Spiel 2 und 4 nahm er jeweils nur 7 Würfe, was eindeutig zu wenig ist. Auch die Prozentzahl der Würfe, welche der Center letzten Endes versenkte lag in den seltensten Fällen über 50 %.

Für mich ist das der wohl entscheidenste Grund neben Khawi warum Toronto sich letzten Endes durchsetzen konnte – die nicht konstant vorhandene offensive Durchlagskraft von Embiid. Ein effektiver und dominanter Embiid mit all dem Talent um ihn herum hätte in meinen Augen selbst diesem doch recht gutem Toronto-Team am Ende keine Chance gelassen. So waren es am Ende aber die Raptors, welche am Ende definitiv nicht unverdient, aber etwas überraschend für mich, sich durch setzten.

Nun kommt es also zum Duell der beiden Topmannschaften des Ostens, wenn ich alleine das Seeding betrachte. Und in meinen Augen wird es trotz einer groß aufspielenden Klaue eine relativ klare Sache.

Mir stellt sich natürlich zu erst die Frage, wer bei den Raptors regelmäßig Giannis stoppen soll. Der erste Reflex scheint auch klar – Khawi selbst. Nur halte ich das auf Dauer für zu anstrengend, braucht man seinen Output doch vor allem offensiv. Toronto hat definitiv konstante Scoring Optionen neben ihrem Superstar, aber niemand davon legt regelmäßig 20+ auf, wie es beispielsweise ein Khris Middleton tut bei den Bucks. Pascal Siakam scheint hier der erste Kandidat im Kader der Kanadier für diesen Job zu sein. Die Stats sagen zwar hier das Siakam der 20+ Scorer ist und nicht Middleton, aber ich sehe das in dieser Serie nicht. Es stellt sich außerdem die Frage wie fit Siakam ist und ob er gegen ein gutes defensives Team wie die Bucks konstant scoren kann. Dafür muss sein 3er fallen. Die Bucks lassen hier definitiv viel zu, dies ist aber gewollt. Dafür wird die Zone dicht gemacht, was einer der bevorzugten Orte ist wo der Flügel normalerweise gut punktet.

Pascal Siakam kann in der Verteidigung auch eine valide Option gegen den Griechen sein. Nur zieht dann auch wieder das Argument mit der fehlenden Power in der Offensive und Toronto brauch die Punkte. Marc Gasol fehlt mittlerweile die Mobilität und Ibaka erscheint auf Dauer auch keine verlässliche Option. Es ist wie bei allen Teams die gegen die Bucks spielen, es muss im Teamverbund gegen den Greek Freak verteidigt werden. Gleichzeitig gilt es die gute 3er Verteidigung aus der Regular Season aufrecht zu erhalten. Man sieht, die Raptors haben defensiv einiges an Hausaufgaben vor sich.

Aber auch offensiv sehe ich Schwierigkeiten. Sollte Siakam nicht der verlässliche Scorer neben Khawi sein können, fehlt es Toronto an Optionen. Die Tiefe der Bank, welche während der regulären Saison noch eine Stärke war, kommt bisher in den Playoffs überhaupt nicht zum tragen. Ein Thema, welches auch die Bucks beschäftigt. Sollten hier regelmäßig gute Perfomances von Hill, dem wiedergenesenen Brogdon, Ilyasova und Connaughton zu sehen sein, sollten die Bucks hier ebenfalls im Vorteil sein.

Während der Saison hatte der Grieche in zwei Duellen einiges an Problemen gegen Toronto. Dennoch erwarte ich eine dominante Serie von ihm und das er dem Duell seinen Stempel aufdrücken wird. Fällt dazu der 3er von ihm und der des gesamten Teams, sehe ich die Bucks klar im Vorteil. Gerade im Hinblick auf das fehlende defensive Matchup gegen ihren Superstar und der eigenen (potentiellen) Tiefe. Bei den Raptors ist mir das offensiv neben Khawi einfach zu wenig und ich stelle mir die Frage wo die Punkte herkommen sollen. Auf Kyle Lowry möchte ich hier einfach nicht regelmäßig zählen müssen. Es wird ein Spiel geben, wo alles für die Raptors positiv zusammen kommen wird. Am Ende aber wird sich Giannis aber klar durchsetzen.

Mein Tipp: 4:1 für die Milwaukee Bucks



2 Replies to “Let´s play ball – West & East krönen ihre Champions”

  1. Hat Bill Simmons den Verstand verloren?

    Nach dem ganzen Bullshit der letzten Tage, muss ich mir hier mal ein wenig Frust von der Seele schreiben.

    Ich glaube, selbst die hartgesottesten Sportkommentatoren haben die Draftlottery und die damit verbundenen Möglichkeiten der kommenden Off-Season bisher einfach nicht gut verkraftet. Bill Simmons redet in seinem Podcast offen darüber, dass KD mit angrenzender Sicherheit zu den New York Knicks geht. Mit ihm zusammen kommt vermutlich dann noch Kemba Walker aus Charlotte. Kyrie? Der geht nach seiner Ansicht zu den Brooklyn Nets. Den Broklyn Nets!!!!! Von Boston nach Broklyn. Das ist selbst für Illuminaten-Kyrie eine ziemlich verrückte Geschichte.

    Warum zur Hölle sollte ein Kyrie Irving zu den Broklyn Nets gehen? Was hofft er dort vorzufinden, was er nicht schon in Cleveland und erst recht in Boston hatte? Glaubt er, dass die Spieler dort seine Art von „Leadership“ mehr anerkennen als die Jungs in Boston? Naja, dort kommen seine Sprüche „They don´t know, what it takes.“ wahrscheinlich ebenso wenig an. Klar, er wäre dort wirklich unangefochten der Mann der Franchise. Aber was wäre dort sonst noch zu holen in dem immer stärker werdenen Osten? Die Broklyn Nets sind so ein wenig das ungeliebte Stiefkind New Yorks, welches keiner so richtig wahrhaben will. Will er sie in glorreiche Zeiten führen? Will er der Franchise einen neuen Glanz verschaffen? Glaubt er wirklich, dass er das schaffen könnte, nach der absoluten Katastrophensaison in Boston? Das wäre schon ziemlich verblendet und ergibt für mich ehrlich gesagt auch überhaupt keinen Sinn. Aus meiner Sicht, wäre ein Wechsel zu den Brokly Nets ein Abstieg Richtung Abstellgleis, so wie es bei D´Angelo Russel der Fall war.

    Das Szenario, dass Kevind Durant und Kyrie Irving zu den New York Knicks gehen klingt für mich schon abwegig, aber vergleichsweise plausibel. Beide sind Champions. Beide müssen sie aus ihrer Sicht angeblich nichts mehr beweisen und in New York gibt es vor allem Geld. Viel Geld. Die Stadt ist momentan unbesetzt und die Fans lächzen nach einem Superstar. Das war vor allem am Abend der Draftlottery klar erkennbar. Wieso ein Kevin Durant zu den New York Knick gehen sollte, ist mir allerdings ein Rätsel. Gerade so ein Sensibelchen wie KD in New York???? Zu dem Lieblingsteam von dem Mann, der ihm 2016 die Hölle heiß gemacht hat, wie kein Zweiter. Namentlich Stephen A. Smith. Der Typ hat KD monatelang beschimpft und als Weichei dargestellt und macht sich nun im Fernsehen öffentlich lächerlich in der Hoffnung KD zu seinem Lielbingsteam locken zu können. Wäre ich Durant, würde ich das sehr genießen. Und ganz ehrlich. Es gibt für mich nur ein Szenario in dem Kevin nach New York geht. Und das ist, wenn Kyrie auch dorthin geht. Und das ist für mich schon recht schwierig zu glauben. Die beiden schätzen sich sehr und sind relativ gut befreundet. Nun fragt euch mal selbst, ob ihr mit eurem engen guten Freund zusammen in der gleichen Firma in der gleichen Abteilung Tag und Nacht abhängen wollt. Ob ihr wirklich bereit seid, das bereits Vorhandene gegen ein paar Saisons mit dem Kumpel einzutauschen, ohne zu wissen, wie derjenige auf der Arbeit eigentlich so drauf ist. Klar, die waren zusammen bei den Olympischen Spielen und haben dort ein paar Wochen zusammen gespielt. Das ist aber noch mal etwas völlig Anderes, als wenn du als Superstar und Heilsbringer in der wohl medienträchtigsten Stadt aufschlägst und du nun mit deinem Kumpel liefern musst. Einem Kumpel, der mindestens so oft den Ball in den Händen haben muss und genauso wie du „The Man“ sein möchte. Klingt vertraut? Richtig, das alles war schon einmal in OKC. Der Unterschied ist, dass er eine weit größere Medienaufmerksamkeit hat und diese Medien für ihre Gnadenlosigkeit berüchtigt ist. Ein Pro-Argument wäre natürlich die fetten Werbeverträge und das große Geld. Aber mal ehrlich: Die Checks stellt kein Geringerer als James L. Dolan aus. Ich glaube nicht, dass ich das noch weiter ausführen muss. Die Franchise ist eine Katastrophe und daran würden auch diese beiden Superstars nichts ändern. Ein Wechsel nach New York, um das große Geld zu machen, würde aus meiner Sicht alles, was ich bisher von KD zu wissen glaubte, komplett in Frage stellen. Nennt mich naiv, aber ich glaubte damals wirklich, dass er des Basketballs wegen zu den Golden State Warriors gewechselt ist. Ein Wechsel nach New York macht daher für mich überhaupt keinen Sinn. Glaubt er, dass Kyrie ein besserer Point Guard ist, als Stephen Curry? Glaubt er, dass er in New York bessere Würfe bekommt? Möchte er schwere Würfe, um sich selbst noch einmal herauszufordern? So viele Fragen und keine macht wirklich Sinn. Er würde eine gut geführte, gut strukturierte Franchise verlassen, welche sich jedes Jahr quasi neu Aufstellen muss und aufs neue herausgefordert wird. Ein Team, dass mehr Spiele absolviert hat, dass es weniger Ruhepausen hatte als die meisten anderen Teams. Und das sollte er nun verlassen, weil er glaubt es in New York besser zu haben? Das ergibt für mich keinen Sinn, weshalb ich auch glaube, dass dies eine von KD selbst in die Welt gesetzte Ente ist.

    Es kursieren im Internet in letzter Zeit einige Thesen zu Kevin Durant und den Warriors, die für mich auch einfach Bullshit sind. Zum Beispiel, dass die Warriors besser seien, wenn Durant nicht bei dem Team ist. Bill Simmons behauptet in seinem neuesten Podcast, dass die Warriors durch Kevins möglichen Abgang nun besonders motiviert sein könnten und ihm mit ihrer Leistung eine Art „F*** You“ senden. Er geht sogar soweit, dass es gut für die Warriors wäre, wenn er geht, weil dies das Team neu motiveren könnte. So ein Blödsinn. Das Igoudala kommende Saison 35, Klay + Draymond 30 und Curry 32 Jahre alt werden und bis dahin mehr Basketball-Minuten auf dem Parkett zurück gelegt haben als die meisten NBA Spieler in ihren Karrieren lässt er einfach mal unterm Teppich fallen. Das Durant eine taktische Super-Waffe ist, die gebraucht wird, um das Team seicht durch die Saison zu führen, so wie es die letzten Saisons geschehen ist, wird auf einmal vergessen. Das die Warriors ihren alten Stil aufs Parkett zaubern, weil sie einfach keine andere Wahl haben. Wird einfach übersehen. Das die Spieler einfach platt sind und nicht mehr das Team von 2015. Wird einfach schön geredet.

    Und die Zuschauerratings in den USA gehen für die Warriors jetzt auch schön nach oben. „Sie machen mehr Spaß.“, ist der Tonus. Sie sind verwundbar. Bill geht sogar soweit mal die Überlegung aufzustellen, ob Joe Jacob seinen Superstar nicht einfach ziehen lassen sollte, um seinen Kern (Klay,Steph,Draymond) für die kommende Saison noch zusätzlich zu motivieren. Frei nach dem Motto: Jetzt erst recht.

    Jetzt mal ehrlich. Hier mal eine Analogy als Übersetzung: Schachweltmeister Magnus Carlsen spielt in der kommenden Weltmeisterschaft ohne Dame, um sich selbst zu motiveren. Der FC Barcelona verleiht Lionel Messi, weil sie glauben, dass könnte ihnen für die kommende Saison zusätzliche Motivation geben. Die Patriots traden Tom Brady, damit sich die O-Line mehr anstrengt.

    Klingt das irgendwie nachvollziehbar?

    Den Warriors ging es in den letzten 6 Jahren nur um eins: Gewinnen. Und verdammt noch mal, das haben sie in den letzten 5 Jahren auch sehr gut geschafft. Und ein Kevin Durant hat einen riesigen Anteil daran. Jetzt zu behaupten, sie seien ohne ihn besser dran, reiht sich genau in die Behauptungen ein: Curry sei überschätzt. Draymond ist für die Warriors entbehrlich. Steve Kerr ist kein guter Trainer, weil mit dem Team kann schließlich jeder gewinnen.

    Sollte er bei den Warriors bleiben, auch wenn sie dadurch langweiliger werden? Ja unbedingt! Weil die Liga hat nach wie vor einen Juggernaut vor der Nase, den es zu überwinden gilt. Um das zu erreichen müssen die Teams sich etwas einfallen lassen. Bedauerlicherweise haben sich das in den letzten 2 Saisons nur die Houston Rockets getraut. Ein großes Lob und ein Hoch auf die Houston Rockets. Ja, sie sind gescheitert, aber sie haben es gewagt und sie haben gekämpft. Sie haben ein vermeintliches Super-Team herausgefordert und es sogar fast in die Knie gezwungen. Und allein dafür sollte man ihnen Anerkennung zollen. Hoffentlich folgen in den kommenden Saisons weitere Teams ihren Beispiel.

  2. Die Spiele sind nun durch…mal abgesehen von der Tippgenauigkeit würde mich interessieren, wie du im nachhinein deine vorherige Analyse bestätigt siehst oder eben auch nicht. Quasi eine Nachbetrachtung. Und natürlich der Ausblick aufs Finale!!

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